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Abstammung und Entwicklung

 

Alle Hunderassen, vom Chihuahua (kleinster Hund der Welt) bis zum Irischen Wolfshund (größter Hund der Welt) stammen vom Wolf ab. Vor ca. 10.000 Jahren wurden Wölfe domestiziert (gezähmt).

Der Hund ist ein:
 
Zehengänger: Krallen nicht einziehbar, Bodenberührung nur durch die Zehen
Rudeltier: Meute, Leittier
Nasen/Ohrentier: Sehvermögen ist schlecht entwickelt
Säugetier: ca. 2 - 9 Welpen, Nesthocker - Brutpflege
Raubtier: Fleischfressergebiß


 

 

 

 



Der Zuchtbeginn war ca. vor 400 Jahren in England. Heute existieren ca. 400 anerkannte Hunderassen.

 

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LEXIKON der HUNDEBEGRIFFE

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


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A

  • Aalstrich
    Dunkel gefärbter Fellstrich von Nacken bis zur Rute.
    Abzeichen
    Ein kleiner, zur Grundfarbe des Hundes unterschiedlich, gefärbter Teil des Fells
    Adaption (Anpassung)
    Bezeichnet die Entwicklung von Eigenschaften, die das betreffende Individuum und dessen
    Nachkommen geeigneter in der jeweiligen Umgebung macht. Adaption über die Umwelt geschieht nur auf zweierlei Weise: über das Erbgut (in diesem Fall angeboren) oder über individuelle Erfahrungen, die dann über das tradieren weitergeben (modifikatorische Adaption).

    Afterklaue, Afterkralle, Afterzehe (auch Wolfskralle)
    Bei einigen Rassen vorhandener Daumen an den Innenseiten der Hinterläufe. Afterkrallen sind häufig verkümmert. In der Regel werden sie bereits im Welpenalter entfernt (Verletzungsgefahr durch hängenbleiben). Bei manchen Rassen gehört die Afterkralle zum Zuchtstandard und wird daher nicht entfernt (z. B. Pyrenäenberghund).
    Aggression (agonistisches Verhalten einschließlich Flucht)
    Sammelbezeichnung für alle Formen des Angriffs-, Verteidigungs-, und Drohverhaltens. Es wird noch zwischen intraspezifischer (Artgenossen) und interspezifischer (zwischen Arten) Aggression
    unterschieden. Letzteres wird wird noch unterteilt in Beuteerwerbaggression, Verteidiguns-, und Abwehraggression gegen Konkurrenten. Die innerartliche Aggression dient in erster Linie zur Verteilung der Individuen über ein größeres Gebiet, um die Ressourcen optimal zu nutzen zu können. Aggression dient außerdem der sexuellen Selektion sowie der Bildung und Stabilisierung einer Rangordnung.
  • Aggressivität
    ist das Ausmaß der Angriffsbereitschaft eines Hundes. Umwelteinflüsse und frühkindliche Erfahrungen bestimmen hauptsächlich das Ausmaß an Aggression eines Individuums.
  • Agility
    aus dem englischen = Beweglichkeit. Geschicklichkeitssport bei dem der Hund eine Reihe von Hindernissen in möglichst kurzer Zeit überwinden muß. (Hürden, Tunnel, Kletterwände, Wippe etc.)
  • Ahnentafel
    dient zum Abstammungsnachweis bei Rassehunden und wird vom Zuchtbuchamt ausgestellt. Die Elterntiere und deren Vorfahren werden erfaßt. die Ahnentafel wird fälschlicherweise häufig auch als "Stammbaum" bezeichnet.
  • Ahnenverlust
    Vererbbare Eigenschaften, die nach zwei oder mehreren Generationen nicht mehr auftreten.
  • Aktionsspezifische Ermüdung
    bezeichnet die Tatsache, dass gerade erst abgelaufene Verhaltensweisen eine Zeit lang sehr schwer oder nur noch mit sehr starken Außenreiz erneut ablaufen. Flucht und Verteidigungreaktionen sind in der Regel immer sofort nach ihrem letzen Auftauchen erneut aktivierbar, im Gegensatz zur Nahrungsaufnahme oder sexueller Verhaltensweisen.
  • Albino
    Aufgrund eines Mangels von Farbpigmenten nahezu weißes Tier, dessen Augen rötlich erscheinen.
  • Analdrüsen
    Die Analdrüsen befinden sich neben der Afteröffnung des Hundes. Sie produziert eine stark riechende, schwarze Paste die mit dem Kot zusammen ausgeschieden wird. Der Geruch dieses Analdrüsensekretes indentifiziert den Hund einem fremden Hund gegenüber als Revierinhaber.
  • Analgesicht
    Duftvisitenkarte eines Hundes im Analbereich durch Absonderungen der Analdrüse.
  • Analkontrolle
    Bergrüßungsritual zwischen Hunden wobei die sich gegenseitig die Analregion präsentieren und ausgiebig beschnüffeln lassen.
  • Andogene
    Sammelbezeichnung für die in den Hoden und den Nebennieren produzierten männlichen Sexualhormone, z.B. Testosteron
  • Angeboren
    besagt, dass Informationen über bestimmte Verhaltensweisen im Gen fest programmiert sind und dass die Verhaltensweise ohne Lernprozess schon zur Verfügung steht. Vererbt wird allerdings im Grunde nur eine Reaktionnorms, innerhalb dieser Breite entscheiden Umwelt und Lernprozesse die Ausprägung des Verhaltens oder anderer körperlicher Merkmale.
  • Ankörung
    Überprüfung eines jungen Hundes auf seine Zuchttauglichkeit
  • Antihormon
    Synthetische Stoffe, welche die Wirkung von Sexualhormonen aufheben, z.B. Steroide. Die gebräuchlisten sind die Antiandrogene (z.B. Cyproteron und Cyproteronacetat), für Östrogene (z.B. Tamoxifen). Die Läufigkeit der Hündin läßt sich durch Hormongaben unterdrücken (z.B. Dolvosteron).
  • Anthopomorphismus (Vermenschlichungstendenz)
    bedeutet die Übertragung menschlicher Eigenschaften auf Tiere. Das Verhalten von Tieren, insbesondere das höherer Säugetiere verleitet immer wieder, gerade bei engen Zusammenleben zu solchen Übertragungen, die den Tieren Verhaltenseigenschaften zusprechen, die höheres Bewusstsein oder sogar Einsicht voraussetzen. Diese weit verbreitete Tendenz verhindert immer wieder eine artgerechte Haltung von Tieren in Menschenobhut.
  • Apfelkopf
    Apfelförmige Kopfform bei einigen Zwerghunderassen (Chihuahua).
  • Appetenzverhalten (Suchverhalten)
    Aktives anstreben einer Reizsituation. Appetenzverhalten ist zielstrebig, d. h. es erreicht das Ziel einer Endhandlung. Im Gegensatz zu einer Endhandlung beeinflußt Appetenzverhalten nicht die weitere Handlungsbereitschaft, es kann über lange Zeiträume aktiv sein.
  • Apportieren
    Bezeichnet ursprünglich das Bringen von erjagtem Wild zu Jäger. Der Apportiertrieb einiger Rassen wird häufig im Ballspiel, zurückbringen des vom Hundeführer geworfenen Balls, deutlich (Retriever).
  • Atavismus (Rückschlag)
    Das Auftreten von körperlichen oder Verhaltensmerkmalen der Ahnenform.
  • Aufreiten
    Bespringen des Sexualpartners, aber auch Frustrations- oder Dominanzgeste.
  • Ausdruckverhalten
    Verhalten mit Mitteilungsfunktion
  • Ausweichobjekt
    Ein flasches Objekt auf das in Konfliktsituationen die Aufmerksamkeit und das Verhalten gerichtet wird. Das Echte Objekt ist vorhanden, nur die Reaktion darauf wird unter Hemmung gesetzt.
    Siehe auch: Ersatzobjekt
  • Außenlinie
    Der "Schattenriss" eines Hundes, er dient u.a. zur Beurteilung der Schönheit Wettbewerben.



B

  • Backenpartie
    In der Backenpartie treffen Ober- Unterkiefer zusammen.
  • Bauchspeicheldrüse
    Das hier gebildete Insulin dient zur Regulierung des Blutzuckergehaltes.
  • Becken
    Die "Pfanne" des Beckens verbinden sich mit den runden Köpfen der Oberschenkel zu Kugelgelenken.
  • Bedingte Appetenz
    Lernvorgang, der zur Verknüpfung primär voneinander unabhängigen Reizen führt. Das Appetenzverhalten als solches wird mit neuen richtungweisenden Reizen gekoppelt.
  • Bedingte Aversion (Erlerntes Vermeiden)
    Lernvorgang, der zur Vermeidungsreaktion zuvor neutraler oder angestrebter Reize führt.
  • Begleithundeprüfung (BgH)
    Hauptsächlich zum Nachweis der Unterordnung des Hundes unter den Hundeführern und zum Zwecke des Sportes.
  • Behang
    Ausgeprägte Hängeohren wie zum Beispiel bei Spaniel und Basset
  • Behaviorismus
    Von dem amerikanischen Psychologen J. B. Watson gegründete Forschungseinrichtung. Ihr Ziel ist es, das Verhalten von Tieren und Menschen möglichst objektiv zu erfassen und zu beschreiben. Der Begriff "Behaviorismus" wird jedoch auch für die Denk- und Arbeitsrichtung sowie zur grundlegenden Einstellung menschlichen und tierischen Verhaltens benutzt. Die "behavioristische Schule" ist dadurch gekennzeichnet, das das Auftreten von spontanem Verhalten und der stammesgeschichtliche Anpassungwert eines Verhaltens geleugnet wird. Die Hauptannahme dabei ist, das alle Orgnismen bei Geburt "mit gleicher Ausstattung" beginnen, daß alles Verhalten ein Ergebnis von Lernvorgängen ist.
  • Beißhemmung
    Die Beißhemmung wird den Hunden nach dem Schmerprinzip erlernt. Ein Welpe (A) beißt einen anderen Welpen (B), was diesem (B) weh tut und er beißt daher mit gleicher Kraft (A) zurück. Welpe (A) lernt, wenn ich Welpe (B) nicht so kräftig beiße, beißt er (B) mich (A) auch nicht mehr so kräftig zurück.
  • Beißrolle
    Aus sehr weichem oder hartem Material bestehende Rolle, die zum Apportieren dient.
  • Belegen
    Decken der Hündin
  • Biotin
    (= Vitamin H) Funktion: wichtig für die Verwertung von Fettsäuren in der Nahrung und für die Gesundheit von Haut und Haar. Ein Mangel wird signalisiert durch stumpfes, sprödes Fell, Haarausfall oder Schuppenbildung.
  • Blauschecke
    Siehe Merlefaktor
  • Blesse
    Flächiger, heller Streifen von der Stirn zur Nase.
  • Blindarm
    Dieser Darmauswuchs befindet sich zwischen Dünn- und Dickdarm.
  • Blue Merle
    Vererbbare Farbveränderung (Abschwächung). Statt schwarz ist der Hund grau marmoriert. Ist bei einige Rassen als Farbschlag anerkannt (z.B. Deutsche Dogge).
  • Brand
    Ein "wie angebrannt" wirkendes Abzeichen in dunkelrot bis braun.
  • Breitensport
    siehe Hundesport
  • Bringfreude
    Neigung zum Apportieren von Wild oder Gegenstäden. Je nach Rasse ist die Bringfreude unterschiedlich ausgeprägt. Besonders bringfreudig sind Retriever und Rassen die zur Jagd auf Niederwild eingesetzt werden.
  • Bringselverweiser
    Jagdhund, der das Auffinden des Wildes dadurch anzeigt, dass er bei der Rückkehr zum Jäger das am Halsband befestigte Bringsel im Fang trägt.
  • Bringtreue
    Zuverlässigkeit des Hundes gewünschte Gegenstände zu apportieren.
  • Brustbein
    Nicht alle Rippen sind am Brustbein befestigt; der Brustkorb ist nach unten "offen".
  • Brustkorb
    Der Brustkorb schützt alle lebenswichtigen Organe.
  • Brustwirbel
    Die Rippen sind an den Brustwirbeln elastisch befestigt.
  • Buschieren
    Aufstöbern des Wildes durch eine Hundemeute vor dem Schuß.

C

  • CAC
    Certificat d´Aptitude au Championat: Anwartschaft auf den Titel eines nationales Siegers.
  • CACIB
    Certificat d´Aptitude au Championat International de Beauté: Anwartschaft auf den Titel eines internationalen Schönheits - Champion.
  • Canide
    Lateinischer Name für die hundeartigen Lebewesen.
  • Chip
    Ein am Hals unter der Haut implantierter Mikrochip (Transponder) der einem Lesegerät (Interrogator) einen Zahlencode übermittelt, anhand dessen der Hund eindeutig identifiziert werden kann. Der Code ist weltweit einmalig und wird in einer Datenbank gespeichert.
    Mikrochip: Digitaler Pass für Hunde
    Ab 3. Juli 2004 braucht ein Hund für die Reise in EU-Länder einen Mikrochip, wenn die Tätowierung nicht gut lesbar ist. In einigen Schweizer Kantonen ist der Chip bereits jetzt Pflicht. Nur eine gut lesbare Tätowierung entbindet von dieser Pflicht. Die Übergangsfrist dauert bis 2011. Dann müssen alle Hunde für den Grenzübergang gechipt sein.
  • Charbonnage
    Zeichnung des Fells, die einem Kohlenstrich ähnelt.
  • CACIT
    Certificat d´Aptitude au Championnat International de Travail: Anwartschaft auf den internationalen Titel eines Gebrauchshundes. (z. B. Hütehunde, Schutzhunde)
  • Coursing
    Für Windhund das Hetzen nach einem Objekt in freier Wildbahn
  • Chromosomen
    sind die Träger der Erbinformation. Hunde haben 39 Chromosomenpaare.

D

  • Demutshaltung
    Kampfaufgabe, die beim Sieger eine Beißhemmung auslöst
  • Deprivationssyndrom
    Fehlentwicklungen im Bereich des Verhaltens, die als Folge frühkindlicher Isolation auftreten.
  • Dickdarm
    Hier lebende Bakterien bauern Nahrungsreste ab, die mit Wasser vom Dickdarm absorbiert werden.
  • Domestikation (Haustierwerdung)
    Züchten von Tieren durch Ersetzen der natürlichen Auslese (Selektion) durch eine künstliche Zuchtwahl.
  • Domestikationsmerkmal
    Erbliche Änderung im Verhalten und Körperbau im Vergleich zur Stammform. Im Schnitt 30% verringertes Hirngewicht, die Häufigkeit des Auftretens von bestimmten Verhaltensmerkmalen verändert sich. Hypertrophie (= Zunahme), hauptsächlich im sexuellen Bereich, Hypotrophie (= Abnahme) vorwiegend Änderungen in den Auslösemechanismen treten auf.
  • Drahthaar
    Dichtes kurzes und derbes Fell. Kommt u.a. bei Teckel und Terriern vor.
  • Dünndarm
    Verdauungssäfte aus den Darmdrüsen zerlegen hier die Nahrung in Bausteine, die ins Blut übergehen.

E

  • Ektropium
    Schlaffheit des unteren Augenlides, teilweise rassetypisch und als erwünschte Eigenschaft Forderung des Zuchtstandards (z.B. Molosser).
  • Elle
    Elle und Speiche bilden den Oberarm.
  • Ellenbogen
    Die Ellenbogen sind die vordere "Parallele" zum Sprunggelenk
  • Eltern - Nachkommen - Konflikt
    Interessenkonflikt zwischen dem Jungtier und den Eltern. Das Bestreben des Jungtieres zu möglichst hohen Aufwand der Eltern einerseits und Maximierungsstrategie der Eltern andererseits, möglichst vielen Nachkommen die gleiche Fürsorge zwecks Erhöhung der Nachkommenschaft und damit der eigenen Gene zu sichern. Zeit der Brutpflege: Initiative geht von der Mutter aus, danach geht die Initiative von beiden aus, zum Schluss geht die Initiative nur noch vom Jungtier aus.
  • Entfilzungkamm/-Striegel
    Spezialkamm, dessen Zähne als scharfe Messer ausgeformt sind.
  • Entropium
    Eingerolltes Augenlid, operativ leicht zu entfernen (erblich).
  • Erdarbeit
    Eindringen des Hundes in den unter der Erde gelegenen Bau von Füchsen oder Kaninchen.
  • Erkundungsverhalten (Neugierverhalten)
    Aufsuchen und Untersuchen neuer Reizsituationen ohne Notwendigkeit. Dieses tritt nur im spannungsfreien Feld d.h. zu einer Zeit, in der keine anderen Verhaltenstendenzen aktiviert sind. Es besitzt einen hohen Grad freier Kombinierbarkeit von Verhaltensweisen aus verschiedenen Bereichen und dient dem Verfeinern von Objekt und Raumkenntnissen.
  • Ersatzobjekt (Falsches Objekt)
    Ein Objekt, auf welches das Verhalten aufgrund einer Schwellenwertänderung gerichtet wird.
  • Ethologie (= Verhaltensforschung, Verhaltensbiologie)
    Die Aufgabe der Ethologie umfasst zwei grosse Bereiche: Das Beobachten und das Erklären von Verhalten.
    Das Erklären umfasst wiederum vier zentrale Fragestellungen:
    a) den funktionalen Aspekt (den Anpassungwert eines Verhaltens)
    b) den kausalen Aspekt (die dem Verhalten zugrundeliegenden Mechanismen)
    c) den ontogenetischen Aspekt (die Entwicklung des Verhaltens im individuellen Leben)
    d) den phylogenetischen Aspekt (nach der stammesgeschichtlichen Entwicklung)
    Das Ziel ist dann erreicht, wenn Verhalten so gut bekannt und verstanden ist, dass man Vorhersagen kann in Bezug auf das künftige Verhalten oder einer Verhaltensfolge treffen kann.
  • Ethogramm
    Ausgangspunkt und Grundlage jeder wissenschaftlichen Erforschung des Verhaltens ist das Erstellen eines Verhaltenskataloges, der möglichst sämtliche beobachtbaren Vorgänge genauestens und detailliert protokolliert. Hierzu gibt es unzählige Hilfsmittel, die nicht nur ein genaues protokollieren, sondern auch eine dauerhafte Konservierung ermöglichen, wie Video und Tonbandaufzeichnungen sowie Diktiergeräte. Bewegungsmelder registrieren Aktivitäten und nicht zuletzt über Computer können Begegnungen registriert und statisch ausgewertet werden. Die Forschungsrichtung in der Ethologie, die sich mit dem Erstellen solcher "Ethogramme" befasst, nennt man auch Verhaltensmorphologie. Das Verhalten eines Lebewesens ist genauso für die Art kennzeichnend wie morphologie Merkmale und somit dient Verhalten auch zur Klärung stammesgeschichtlicher Fragen bei.
  • Extinktion (Auslöschung, Löschung)
    Bedeutet das Verschwinden erlernter Verhaltensweisen durch das Ausbleiben von der entsprechenden Verstärker. Extinktion ist nicht mit "Vergessen" gleichzusetzen, da die Handlung nach Einsetzung der entsprechenden Verstärker sofort wieder einsetzen kann.

F

  • Fährte
    Geruchsspur oder Blutspur des Wildes der ein Jagdhund zu folgen vermag (Bloodhounds(Bluthunde)).
  • Fährtenhund
    speziell auf das Folgen einer Fährte ausgebildeter Hunde. Für Jagdhunde gibt es die Fährtenhundprüfung.
  • Fährtenarbeit
    Ausbildung eines Hundes auf der Fährte eines Tieres oder auf einer künstlich gelegten Fährte zu folgen. Fährtenarbeit ist obligatorisch für Jagdhunde aber auch Teil der Schutzhundausbildung.
  • Faking
    Engl.: Veränderung eines Hundes zur Täuschung der Preisrichter auf Ausstellung.
  • Fang
    Die gesamte Schnauze des Hundes einschließlich der Lefzen.
  • FCI (Federation Cynologique Internationale)
    Internationale kynologische Vereinigung, der Weltverband der Zuchtverbände aller Rassen. Die von der FCI anerkannten Rassen erhalten eine Registriernummer, z.B. Kaukasische Owtscharka = FCI #328
  • Federn, Befederung
    Lange Behaarung der Rückseiten der Vorder- und Hinterläufe.
  • Fell
    siehe Haar
  • Fersenbeinhöcker
    anderer Ausdruck für Sprunggelenksknochen
  • Fesseln
    anderer Ausdruck für Vordermittelfuß
  • Fingerzahnbürste
    Werkzeug für die praktische Gebisspflege, sie wird einfach auf die Finger gesteckt.
  • Flanke
    Die Flanke bezeichnet die Körperregion zwischen Brustkorb, Gallengang und Gallenblase. In der Gallenblase werden Enzyme gebildet, die zur Verdauung von Fett notwendig sind.
  • Fledermausohr
    breit angesetzte, langgezogene, oben gerundete Stehohren (z.B. Französische Bulldoge).
  • Flehmen
    Tritt in der Regel nur bei Rüde auf, wenn sie den Harn einer Hündin durch lecken aufnehmen. Die Lippenbewegungen dienen dazu, die Geruchsstoffe in flüssiger Form zum Jacobson´schen Organ zu transportieren, einem Geruchsorgan, das sich im oberen Bereich der Mundhöhle befindet und die Aufgabe hat, Geruchsreize wahrzunehmen und zu analysieren.
  • Freifolge
    Das "bei Fuß" laufen des nicht angeleinten Hundes.

G

  • Galopp
    Schnelle Gangart des Hundes die in gemäßigten Galopp und heftigen Galopp unterteilt werden kann.
  • Gangart
    Die natürliche Gangarten der Caniden (was sind Caniden) sind: sind Schritt, Trab, gemäßigter Galopp und heftiger Galopp. Ein sich frei bewegender Hund läuft meist im Trab, auch Trollen genannt.
  • Gebäude
    anderer Ausdruck für Körperbau
  • Gebiss
    Das Gebiss des Hundes besteht aus 42 Zähnen.
    Oberkiefer
    6 Schneidezähne (Incisiven), 2 Fangzähne (Caninus), acht Prämolaren (vordere Backenzähne), vier Molaren (hintere Backenzähne).
    Unterkiefer
    6 Schneidezähne (Incisiven), 2 Fangzähne (Caninus), acht Prämolaren (vordere Backenzähne), sechs Molaren (hintere Backenzähne).

    Ober - Unterkiefer können je nach Rassestandard mit Scherenbiß oder mit Zangenbiß schließen.
    Fehlbildung sind Vorbiß oder Überbiß.
    siehe auch: Zahnfomel
  • Gebrauchshunde
    Hunde die zur Erfüllung einer Aufgabe ausgebildet sind. Hütehunde, Herdenschutzhunde, Hunde im allgemeinen Wach- und Schutzdienst, Katastrophen- Suchhunde, Polizeihunde, Blindenhunde etc. Für viele Einsatzgebiete eines Gebrauchshundes kann eine entsprechende Prüfung abgelegt werden.
  • Gehör
    Nach dem Geruchssinn wichtigstes Sinnesorgan der Hunde. Das Gehör ist sehr gut entwickelt und kann Frequenzen wahrnehmen die für den Menschen zu hoch und somit unhörbar sind. Menschen etwa 16 - 20.000 Hertz, Hunde können Geräusche von 15 - 50.000 Hertz wahrnehmen (nach anderen Quellen bis 80.000 Hz).
  • Geläut
    Bellen und Heulen einer Jagdhund Meute beim Verfolgen einer Fährte.
  • Gen
    Einzelner Faktor der Erbanlage, Teil eines Chromosoms. mehr zum Thema >>
  • Genotyp
    Bezeichnet die genetische Konstitution eines Individuums. mehr zum Thema >>
  • Gen Pool
    Die Gesamtheit in einer Population vorhandenen Erbanlagen.
  • Geruchssinn
    Ist bei allen Hunden das am besten ausgebildete Sinnesorgan. Wurde durch Zuchtauswahl bei einigen Rassen noch erheblich verbessert (Bloodhound).
    Geruchsempfindlichkeit von Mensch zu Hund beträgt 1:100 Mio.
    Ausbreitung der Riechregion beträgt bei mittelgroßen Hunden 9.200 mm² beim Menschen 500 mm², die Nasenschleimhaut ist 0,12 mm stark beim Menschen 0,6 mm.
    Die Riechfläche unterscheidet sich auch durch kurz oder langnasige Rassen
    z.B. Pekinesen 26,89mm², Schäferhunde 152,24 mm², Boxer 121,22 mm², Bulldogge 41,75 mm².
  • Gestromt
    Querstreifen des Fells; es gibt dunkel -, hell- und silbergestromte Tiere.
  • Getigert
    Denn Tigern ähnliche Farbverteilung auf dem Fell.
  • Glatthaar
    Kurzes, eng am Körper anliegendes Deckfell (z.B. Dobermann, Rottweiler, Rhodesian Ridgeback).
  • Grannenhaar
    Deckhaar des Hundes, über der Unterwolle liegend.
  • Grundschärfe
    Erblich bedingte Schärfe eines Hundes. Die Grundschärfe zeigt die Bereitschaft des Hundes in Gefahrensituationen aktiv Abwehrhandlungen vorzunehmen, z.B. bei der Verwendung als Herdenschutzhund den Angriff eines Wolfes auf die bewachte Herde. Bei vielen Rassen läßt sich eine vorhandene Grundschärfe durch Training weiter erhöhen. (z.B. Schäferhund, Rottweiler, Dobermann, Briard). Alle Herdenschutzhunde besitzen eine sehr ausgeprägte Grundschärfe, daher ist es nicht sinnvoll die Schärfe durch Training weiter zu fördern.
  • Gruppenbildung
    Über den Rahmen eines Paares oder einer Familie hinaus, kommt es bei vielen Tieren zum Zusammenschluß einzelner Individuen in Gruppen. Der einfachste Fall liegt vor, wenn Individuen unabhängig voneinander die gleiche Stelle aufsuchen (= Scheingesellschaft oder Aggregation). Höher entwickelte Gruppen sind solche, die auf sozialer Attraktion beruhen wobei die Mitglieder tatsächlich zueinander streben (= Gesellschaft). Die "offene Gesellschaft" ist durch charakterisiert, das die Mitglieder beliebig austauschbar sind und deren Zusammensetzung sich ständig ändert. Dazu steht im Gegensatz die "geschlossene Gesellschaft" in der die Tiere zwischen Gruppenangehörigen und Fremden unterscheiden und wo ein Austausch nicht möglich ist. Hierbei gibt es wiederum zwei Formen: Solche, deren Mitglieder sich nicht individuell kennen (= "anonyme Gesellschaft"), sondern sich an überindividuellen Merkmalen erkennen und sich so zu anderen Gesellschaften abgrenzen, etwa durch Gruppendüfte (Ratten, staatenbildende Insekten). Die zweite Form ist die "individualisierte Gesellschaft" die persönliches, individuelles Erkennen voraussetzt. Dieses findet man nur bei Primaten und einigen Beutegreifern (Löwen, Schleichkatzen, afrikanischer Wildhund und natürlich bei Wölfen und Hunden). Das Wolfsrudel ist also eine echte "geschlossene individuelle Gesellschaft").

H

  • Haar
    Das Haar des Hundes besteht aus der Unterwolle (Wärmeisolation) und dem Deckfell ( Schutz vor Witterungseinflüssen). Bei einigen Rassen ist die Unterwolle kaum oder gar nicht vorhanden. Gängige Felltypen sind: Langhaar, Kurzhaar, Stockhaar, Glatthaar, Rauhaar und Drahthaar.
  • Habituation (Reizgewöhnung)
    Eine Antwortbereitschaft auf einen Reiz wird abgebaut. Die Habituation ist das Gegenstück zur klassischen Konditionierung, weil hier ein zuerst Reaktion auslösender Reiz neutralisiert wird.
  • Hals
    Beinhaltet Nacken und Kehle und reicht bis zum Widerrist.
  • Halswirbelsäule
    Die langezogene Halswirbelsäule ermöglicht ein hohes Maß an Beweglichkeit.
  • Handwurzle
    Hier findet sich oft die sogenannte "Wolfskralle" eine rudimentäre fünfte Zehe.
  • Harlekin
    Siehe Blue Merle
  • Hasenpfote
    Flache Pfoten mit ovaler Form
  • Hemmung
    Eine Verhaltensweise wird durch eine andere oder durch innere Faktoren blockiert, das gegenteilige Hemmen von zwei Verhaltensweisen kann zu einer Übersprungsreaktion führen.
  • Herdenschutzhunde
    Gebrauchshunde die Viehherden vor den Angriffen von Raubzeug schützen. Je nach regionalen Anforderungen haben sich viele Rassen von Herdenschutzhunden entwickelt. Z.B. Kuvasz (Ungarn), Owtscharka (ehem. GUS Staaten), Kangal, Akbash (Türkei), Anatolische Schäferhunde (Türkei, USA), Pyrenäenberghund (Frankreich / Spanien), Meremma (Italien) Sarplaninac (Jugoslawien), Polski Owczarek Podhalanski (Polen), Slovenskij Cuvac (Slovakei).
  • Hinterbiss
    Schneidezähne des Unterkiefers liegen deutlich hinter den Schneidezähnen des Oberkiefers.
  • Hinterhand
    von der Hüfte bis zur Pfote reichendes "Hinterteil" des Hundes.
  • Hinterhauptbein
    nach hinten stehende Fortsetzung der Scheitelleiste des Schädels.
  • Hinterpfote
    Hundpfoten sind kräftig, aber auch empfindlich; deshalb sollten sie von Zeit zu Zeit auf Verletzungen unsucht werden.
  • Hinterzehen
    Die Zehen bilden die eigentliche Standfläche des Hundes, er geht also eigentlich auf Zehenspitzen.
  • Hirtenhunde
    Der Begriff wird häufig für zwei völlig verschiedenen Gebrauchshundetypen verwendet: Hütehunde und Herdeschutzhunde. Der grundlegende Unterschied zwischen Beiden ist: Hütehunde wirken auf das Verhalten von Schafen, Rindern usw. ein während Herdenschutzhunde integraler Bestandteil einer Schafs- oder Rinderherde werden und diese gegen Angreifer Verteidigen.
  • Hitze
    Brunftzeit der Hündin, bei fast allen Rassen zweimal pro Jahr. Die Hitze dauert ca. 21 Tage.
    In Ausnahmefällen tritt die Läufigkeit auch einmal pro Jahr auf.
  • Hose
    Haare an der Hinterseite des Oberschenkels
  • Hüftgelenksdysplasie (HD)
    Krankhafte, vererbbare Deformarmation der Hüftgelenke. HD kann in schweren Fällen zur Unbeweglichkeit der gesamten Hinterhand führen. Als besonders HD gefährdet gelten alle groß wachsenden Rassen, etwas im Alter von zwölf bis fünfzehn Monaten sollten die Hüftgelenke geröntgt werden um eine Anlage für HD zu prüfen.
  • Hütehunde
    sehr bewegliche und ausdauernden Hunde zum Hüten von Viehherden, Hütehunde halten die Herde zusammen oder helfen dem Schäfer die Herde zu treiben (Border Colllie, Bearded Collie).
  • Hundepfeife
    Kurze, rohrförmige Pfeife die einen extrem hohen, für den Mensch kaum hörbaren Ton erzeugt der aber vom Hund über große Entfernungen zu orten ist.
  • Hundesport
    Körperliche Betätigung des Hundeführers mit dem Hund.
  • Hypophyse
    Die Hirnanhangdrüse sitzt an der Unterseite des Zwischenhirns und ist das wichtigste Organ zur Steuerung der Hormone. Sie gibt zwei Arten von Hormonen ab, die einen werden sofort in den Blutkreislauf gegeben und wirken direkt, wogegen andere über Umwege die Tätigkeit von Hormondrüsen steuern. Deswegen gibt es Rüden, die trotz Kastration noch (extrem abgeschwächtes) Sexualverhalten zeigen.

I

  • Inzucht (Inzest)
    Paarung von Tieren mit engem Verwandtschaftsgrad. (Eltern / Kinder / Geschwister)
  • Imponiergehabe
    Verhalten, das die Rangordnung verdeutlichen soll (Sträuben des Haarkleides und Knurren verbunden mit einer hohen Körperspannung).

J

  • Junghund
    Der Hund in der Zeit von der 18. Lebenswoche bis zur Geschlechtsreife

K

  • Kampfhund
    für Hundekämpfe gezüchtete Rassen. Gewünschte Eigenschaften sind Schmerzunempfindlichkeit, Aggressivität, Ausdauer, niedrige Reizschwelle und völliges Fehlen des Sozialverhaltens gegenüber Artgenossen. Typische Kapfhunderassen sind Bullterrier, American Stefordshire Terrier, Dogo Argentino, und einige molosserartige Rassen. Selbst diese Rassen sind von wenigen Ausnahmen abgesehen nicht grundsätzlich aggressiv, sondern werden durch gezielte Mißhandlung zu Überreaktionen erzogen. Keon Hund ist ein Kampfhund von Geburt !
  • Karpfenrücken
    noch oben gewölbter Rücken.
  • Kastration
    Bedeutet die Entfernung der Gonaden (=Geschlechtszellen). Bei der Hündin Entfernung der Gebärmutter und Eierstöcke, beim Rüden die Hoden.
    siehe auch Sterilisation
  • Katastrophenhund
    Hunde, die für die Suche von Verschütteten (Lawinen, Trümmer) ausgebildet und geprüft sind.
  • Katzenpfote
    runde, geschlossene Pfote mit gewölbten Zehen.
  • Kehlschwamme
    lose, Falten bilden die Haut an der Kehle (zB. Mastino Neopolitano).
  • Kippohr
    Aufrecht stehendes Ohr mit nach vorne kippender Spitze (zB. Collie)
  • Knopfohr
    Hoch angesetztes nach vorne fallendes Ohr.
  • Kondition
    Körperliche Verfassung des hundes die ihre Ursachen in Ernährung, Fütterung und Training hat.
  • Konstitution
    Vererbte Körperrobustheit und Widerstandsfähigkeit.
  • Kopfschädel
    Die Form des Kopfschädels ist charakteristisch für eine Hunderasse.
  • Krallenfeile
    Nach dem Beschneiden werden scharfe Schnittkanten immer mit der Feile nach bearbeitet.
  • Krallenzange
    Stabile Zange für Hundebesitzer, die häufiger Krallenpflege betreiben müssen.
  • Kraushaar
    Verdrehung des Haares; führt zu Verfilzung (zB. Curly Coated River)
  • Kreuzbein
    So bezeichnet man die den Rutenansatz bildenden Wirbel.
  • Kruppe
    Hinterteil des Hunderückens vom letzten Lendenwirbel bis zum Rutenansatz. Die Kruppe besteht aus den Beckenbeinen, dem Kreuzbein und der verbindenden Muskulatur.
  • Kryptorchismus
    In der Leibeshöhle verbliebener Hoden.
  • Kupieren
    Verkürzen der Ohren oder der Rute durch Beschneiden. Auszug aus dem Tierschutzgesetz zu §7 (Verbot von Eingriffen von Tieren) Seite 33 Abs.1. Kupierte Hunde werden immer noch auf Ausstellungen gezeigt und prämiert. Von Unbelehrbaren wird ein reger "Kupier - Tourismus" in das umliegende Ausland unterhalten.
  • Kurzhaar
    Sehr kurzes Deckhaar mit keiner oder nur sehr wenig Unterwolle.
  • Kynologie
    Die Wissenschaft von den Hundeartigen, zusammengesetzt aus Kyon (gr. der Hund) und logos (gr. die Lehre).

L

  • Läufe
    Die Beine des Hundes
  • Läufigkeit
    siehe Hitze
  • Langhaar
    Weiches, langes Deckhaar
  • Latenzzeit
    Zeit zwischen Reiz und Antwort
  • Lautzeichen
    Ein als Kommando an den Hund gerichtetes, einzelnes Wort das er mit einer Aktion verknüpfen kann und ausführt.
  • Lawinenhund
    Siehe Katastrophenhund
  • Leber
    Die Leber baut Gifte ab und reinigt das Blut.
  • Leerlaufhandlung
    Spontanes Auftreten einer normalerweise durch Außenreize hervorgerufenen Handlung in Abwesenheit derselben. Dies sind Folgen einer starken Schwellenwerterniedrigung.
  • Lefzen
    Die "Lippen" des Oberkiefers, sie gelten entweder als saftig oder trocken.
  • Lende
    Unterhalb der Lende befindet sich das Becken.
  • Lendenwirbel
    Die Lendenwirbel befinden sich zwischen Brustkorb und Becken.
  • Lernen
    Prozesse, die zu einer individuellen Anpassung an die Umwelt führen. Obligatorisches Lernen: Lebensnotwendig. Fakultatives Lernen (nach eigenem ermessen): möglich, aber nicht notwendig.
  • Lerndisposition (Lernbegabung)
    Die Gesamtheit durch das Erbgut festgelegte Lernleistung eines Tieres.
  • Letalfaktor
    Eine Genkombination die für das Individuum tödlich ist.
  • Lohfarben
    Gelbliche bis rostbraune Tönungen des Fells (Rottweiler, Dobermann).

M

  • Mannschärfe
    Aggressionspotential des Hundes gegenüber Menschen. Die Mannschärfe ist je nach Rasse unterschiedlich stark ausgeprägt und kann durch Training gesteigert oder gedämpft werden. Herdenschutzhunde besitzen eine sehr hohe Mannschärfe, Golden Retriever sind so gut wie nie mannscharf.
  • Maske
    Schwarze Pigmentierung des Fells von den Augen bis zur Nasenspitze. Typisch für Malinois, Leonberger, Kangal, häufig bei Kaukasischen Owtscharka.
  • Merlefaktor
    Erbanlage die Farbverdünnungen verursacht und geschecktes Fell und teilweise oder ganz blaue Augen hervorruft. Paart man zwei Tiere mit Merlefaktor kommen häufig missgebildete oder lebensunfähige Nachkommen zur Welt.
  • Meute
    zu jagdlichen Zwecken gehaltene große Anzahl von Hunden (zB. Beagles).
  • Milchtritt
    Reflexartiges stoßen der Welpen um die Hündin zur Milchabgabe anzuregen.
  • Mittelhand
    Die Mittelhand entspricht dem menschlichen Handteller. Sie wird vom Hund nicht belastet.
  • Motivation (Spezifische Handlungsbereitschaft)
    Bereitschaft eines Tieres zur Aufführung bestimmter Handlungen. Jede Verhaltensweise hat zu jedem Zeitpunkt einen bestimmten Wert, der von äußeren wie inneren Faktoren abhängig ist.
  • Mundhöhle
    Der Hund reißt oder schneidet die Nahrung und verschlingt sie. Der Speichel macht sie gleitfähig.

N

  • Nachahmung
    Lernen durch beobachten, das Übernehmen von Verhaltensweisen oder Lautäußerungen in das eigene Repertoire. Führt zur Bildung von Traditionen.
  • Nachsuche
    Suchen von waidwundem Tier auf der Schweißfährte (Blutspur).
  • Nacken
    Bezeichnet die Halsregion, die direkt an den Ohransatz anschließt.
  • Nasenschwamm
    Vordere Nasenkuppe.
  • Niederwild
    Reh, Hase, Kaninchen, Dachs, Fuchs usw.

O

  • ÖKV
    Österreichische Kynologenverband (= Wissen über den Hund)
  • Öko - Ethologie (=Verhaltensökologie)
    Ein junges Teilgebiet der Verhaltensbiologie, das sich mit den Zusammenhängen zwischen dem Verhalten einer Tierart und ihrer Umwelt (sowohl belebt als auch unbelebt) beschäftigt.
  • Oberarm
    Oberarm und Unterarm bilden zusammen das Vorderbein.
  • Oberkiefer
    Der Oberkiefer ist sehr kräftig ausgeprägt, da er ursprünglich zum reißen der Beute diente.
  • Oberkopf
    Bezeichnet die Kopfregion zwischen Augen und Ohrenansatz.
  • Ohren
    Siehe unter Kippohr, Knopfohr, Rosenohr, Stehohr, Tulpenohr.
  • Ohr-Trimm-Messer
    Sehr kurzes Spezialmesser, mit dem man verschmutzte und verklebte Haarbüschel schnell entfernen kann.
  • Ohrenpinzette
    In gerader oder gebogener Ausführung dem Hundeohr angepaßte Spezialpinzette.
  • Ohrenzwang
    Eine Entzündung des äußeren Gehörgangs, besonders Hunde mit langen Schlappohren neigen zu entzündeten Ohren.
  • Oligodontie
    Eine geringere Anzahl von Zähnen als in der Zahnformel vorgegeben.

P

  • Pariahund
    Verwilderte Haushunde die sich selbst überlassen in der Nähe menschlicher Siedlungen oder in Slums leben. Häufig bilden sich mittelgroße Rudel deren Sozialstruktur schon nach kurzer Zeit jener der Wölfe gleicht.
  • Parfoce Jagd
    Jagd auf Wild zu Pferde hinter der Hundemeute.
  • Paßgang
    Gleichzeitige Vorwärtsbewegung beider Läufe einer Körperseite (Bobtail).
  • Pheromon
    Hormon, das nach außen abgeben wird. (Pheromon).
  • Phobie (Vermeidungszwang)
    Ein auf ein bestimmtes Objekt oder Situation bezogene unkontrollierte Angst.
  • Phänotyp
    Genotyp plus Umweltfaktor ergeben den Phänotyp. Die tatsächliche Ausprägung der Merkmale, das äußere Erscheinungsbild eines Tieres als Ergebnis von Züchtungen und modifikation.
  • Pigment
    In der Haut oder dem Fell enthaltene Farbstoffe.
  • Platten
    Große, zusammenhängende Farbflecken des Fells (zB. Bernhardiner, Landseer).
  • Polydontie
    Eine höhere Anzahl von Zähnen als in der Zahnformel vorgegeben.
  • Prädisposition
    Vererbbare Anlage (positiv oder auch negativ)
  • Prägung
    Lernstoff der nur in einer bestimmten Phase aufgenommen wird und nicht mehr vergessen werden kann.
  • Prägungsphase
    Der Zeitraum zwischen der vierten und achten Lebenswoche des Hundes. Die Prägung auf den Menschen findet hauptsächlich in dieser Zeit statt. Ausgiebiger Kontakt zu verschiedenen Menschen ist entscheidend für das Verhalten des Hundes im späteren Leben. Außerdem sollte der Hund in dieser Zeit an typische Geräusche, andere Tiere, Auto fahren usw. gewöhnt werden. Alle Dinge mit denen er während der Prägungsphase vertraut gemacht wird werden für ihn immer selbstverständlich sein.
  • Puwos
    Kreuzung aus Pudel, die den Wolf als Urahn des Haushundes bestätigen.

Q

  • derzeit keine Einträge

R

  • Rachen
    Durch den Rachen gelangt die Nahrung in die Speiseröhre.
  • Rangordnung
    Das Verteilen von Rechten und Pflichten innerhalb einer Gruppe von Tieren. Ranghohe Tiere haben bevorzugten Zutritt zu Ruheplätzen, Nahrung, der Paarung, andere wiederum haben Anführer -, Wach -, oder Verteidigungsfunktion. Die Rangordnung trägt zur Stabilisierung der Gruppe bei, Streitigkeiten werden im Wesentlichen auf heranwachsende Jungtiere beschränkt.
    Voraussetzung für die Entwicklung von Rangordnungen ist die Fähigkeit zum individuellen Erkennen.
  • Ramsnase
    Stark gebogener Nasenrücken fast ohne Stop (zB. Bull Terrrier).
  • Rasse
    Untergruppe einer Art die alle Individuen mit bestimmten Merkmalen und Eigenschaften umfasst und die Fähigkeit besitzt diese Merkmale an ihre Nachkommen zu vererben.
  • Raubtier (Beutegreifer)
    In der Zoologie werden sieben Familien von Raubtieren unterschieden: Katzenartige (lat. Felidae), Schleichkatzenartige (lat. Viverridae), Marderartige (lat. Mustelidae), Bärenartige (lat. Ursidae), Waschbärenartige (lat. Procyoidae), Hyänenartige (lat. Hayenidae) und Hundeartige (lat. Canidae).
  • Raubzeug
    Alle Raubtiere die eine Viehherde oder den Hof bedrohen können (zB. Fuchs, Bär, Wolf, Dachs, Raubkatzen).
  • Rauhaar
    Kurzes oder mittel langes Deckhaar, das sich rauh und hart anfühlt (zB. Teckel)
  • Reflex
    Die ohne Verzögerung eintretende Reaktion auf einen Sinnesreiz. Reflexe sind starre Reiz - Reaktions - Beziehungen, die durch eine festliegende nervöse Bahn (Reflexbogen) charakterisiert sind. Angeborene Reflexe heißen auch oft "unbedingter Reflex", durch Konditionierung erworbene Reflexe (Erfahrungs-) "bedingte Reflexe".
  • Reibegebiß
    Dicht aneinander reibende, vordere Schneidezähne.
  • Reizfilterung
    Auswahl derjenigen Reize aus dem Reizangebot der Umwelt, die für eine Tierart lebensnotwendig sind und entsprechend beantwortet werden müssen.
  • Reizgeneralisierung
    Fähigkeit vieler Hunde, nach Erfahrungen mit einem bestimmten Einzelobjekt, einer bestimmten Reizkombination, auch auf andere, nicht identische Reizkombinationen entsprechend zu reagieren.
  • Rezeptoren
    Chemorezeptor: Sinneszellen, die auf chemische Reize reagieren, wie Geschmacks-, und Geruchssinn.Exterorezeptor: spricht auf Sinnesreize außerhalb des Körpers an. Interorezeptor: spricht auf Sinnesreize innerhalb des Körpers an (zB. Zuckergehalt des Blutes, Füllung des Magens usw.) Mechanorezeptor: spricht auf mechanische Reize, wie Druck, Dehnung, vibration oder Schall an.
  • Rezessiv
    Eine"unterlegene" Erbanlage die nicht unmittelbar weitervererbt wird.
  • Ridge
    Gegen den Fellstrich gewachsener Fellstreifen der auf den Rücken entlang der Wirbelsäule verläuft. (zB. Rhodesian Ridgback).
  • Ringelrute
    Wird als hochstehende Rute über dem Rücken geringelt getragen; auch ein Zeichen von Domestikation.
  • Rippen
    Die Rippen bilden zusammen mit dem Brustwirbel und dem Brustbein den Brustkorb.
  • Rosenohr
    Die Rückseite des Ohres sind nach innen gefaltet, so daß das Innere der Ohrmuschel sichtbar wird; oberer Teil des Ohres ist nach hinten gebogen (zB. Greyhound).
  • Rückbiß
    Der Unterkiefer ist kürzer als der Oberkiefer. Die Fangzähne bohren sich (bei schmalen Unterkiefer) in den Gaumen; erblich und, da für das Tier quälend, unerwünscht.
  • Rücken
    Der Hunderücken teilt sich in drei Teile: Rücken, Lende und Kruppe.

S

  • Schärfe
    Charaktereigenschaft des Hundes: Bewusstsein der eigenen Stärke und Kraft.
  • Scherengebiss
    Normaler Biss, die Schneidezähne greifen knapp über die Zähne des Unterkiefers.
  • Schienbein
    Waden- und Schienbein bilden den Unterschenkel.
  • Schlag
    Gruppe von Hunden, die innerhalb einer Rasse besondere Kennzeichen aufweisen.
  • Schlitten fahren
    Mit vorgezogenen Hinterbeinen rutscht der Hund auf seinem After (deutet auf Wurmbefall oder verstopfte Analdrüse hin). Siehe auch Analdrüse
  • Schlüsselreiz
    Ein Außenreiz oder Reizkombination, der ein bestimmtes Verhalten in Gang setzt oder aufrecht erhält. Schlüsselreize können auf die Orientierung eines Tieres wirken oder die Stimmungslage beeinflussen.
  • Schnippe
    Kleiner weißer Fleck direkt oberhalb des Nasenschwamms.
  • Schnürenhaar
    Langes Haar in dem sich abgestorbenes Haar mit dem nachwachsenden haar zu langen Schüren verdreht (zB. Komodor).
  • Schulter
    Die muskulöse Schulter trägt einen großen Teil des Körpergewichts.
  • Schulterblatt
    Dieser kräftige Knochen trägt einen großen Teil des Körpergewichts.
  • Schur
    Formen des äußeren Erscheinungsbildes des Felles mittels Schere oder Scherapparat.
  • Schutzhund (SchH)
    Ausbildung eines Hundes einer Gebrauchshunderasse zum Schutzhund in drei Stufen mit Prüfung SchH1,2,3. Folgende Rassen werden häufig zum Schutzhund ausgebildet: Belgischer Schäferhund, Dt. Schäferhund, Rottweiler, Hovawart, Weisser Schweizer Schäferhund, Airdale Terrier, Dobermann.
  • Schutztrieb
    Angeborene Bereitschaft des Hundes seine Rudelmitglieder oder Schutzbefohlene zu verteidigen. Der Schutztrieb ist bei Rassen verschieden stark ausgeprägt. Bei Herdenschutzhunden ist es der natürliche Schutztrieb der sie für Ihre Aufgabe qualifiziert. Hunde mit starkem Schutztrieb sind besonders misstrauisch gegenüber Fremden und sehr wachsam, vor allem in der Dunkelheit.
  • Schwanzwirbel
    Viele kleine Schwanzwirbel ermöglichen dem Hund den unbeschwerten Ausdruck seiner Gefühle.
  • Schweißarbeit
    Suche des Jagdhundes nach angeschossenem Wild auf der Blutspur.
  • Sozialisierung
    Die Sozialisierungphase schließt sich der Prägungsphase an. Der Hund wird an alle Situationen, Tiere und Menschen gewöhnt um im späteren Leben selbstbewusst aber freundlich mit allen zu seinem Lebensbereich gehörenden Einflüssen zurechtzukommen. Besonders wichtig ist der Kontakt zu anderen Hunden damit er typische Verhaltensweisen erlernen kann. (zB. Demuts- und Dominanzgesten, Beißhemmung, Revierverhalten etc.).
  • Sozialisierungphase
    Soziale Prägung des Hundes erfolgt in der 9. bis 12. Woche.
  • Speiche
    Elle und Speiche bilden den Oberarm
  • Speiseröhre
    Die Nahrung gleitet durch die Speiseröhre in den Magen.
  • Spiel
    Das Einüben/Einstudieren von Verhaltensweisen ohne direkten Erstbezug.
  • Spielball
    Aus Vollgummi bestehender Ball, mit dem der Hund frei spielen kann und der zum Apportieren geeignet ist.
  • Splitterpinzette
    Pinzette mit besonders spitz zulaufendem Ende zur problemlosen Entfernung von Splittern zwischen den Zehen.
  • Sprunggelenk
    Ermöglicht den Sprungvorgang. Setzt sich aus den sieben Knochen der Hinterfußwurzel zusammen. Nach außen ist das Fersenbein und der Fersenbeinhöcker sichtbar. die Geometrie des Sprunggelenks ist maßgeblich für die Art der Vorwärtsbewegung.
  • Spurlaut
    Hetzlaut des Hundes der laut bellend einer Spur folgt ohne das Wild zu sehen.
  • Stammbuch
    Auch Zuchtbuch genannt, nimmt u.a. die Würfe und die Ergebnisse einer Ankörung.
  • Standard
    Eindeutige Rassemerkmale die von einem Zuchtverband (FCI) für eine Rasse aufgestellt werden. Die Überwachung in den einzelnen Ländern obliegt nationalen Verbänden.
  • Stehohr
    Hoch stehendes Ohr zB. beim Schäferhund.
  • Steiß
    In der Steißregion befindet sich die Hüftgelenke.
  • Sterilisation
    bedeutet die Unterbrechung der Samenleiter (Rüde) oder Eileiter (Hündin).
  • Stichelhaar
    Nicht abstehendes Stockhaar mittlere Länge.
  • Stöbern
    Der Jagdhund sucht ein Gelände durch umherlaufen nach Wild ab ohne dabei einer Spur zu folgen.
  • Stockhaar
    Dichte Unterwolle mit mittel langen Deckhaaren.
  • Stop
    Bezeichnet die deutliche Trennung von Oberkopf und Fang. (Stirnabsatz zwischen Schädel und Nasenbein).
  • Striegel
    Hundekamm mit in Zugrichtung angebrachten Griff. Striegel gibt es für jeden Haartyp.

T

  • Tätowierung
    Dient der Identifikation des Hundes. Üblicherweise werden Tätowierungen im Ohr oder auf der Innenseite der Schenkel der Hinterläufe angebracht. Rassehunde werden zum Nachweis der Übereinstimmung mit dem Zuchtbucheintrag bereits vom Züchter tätowiert.
    siehe auch: Chip
  • Totverbeller
    Nach Auffinden des verendeten Wildes gibt der Hund laut um dem Jäger den Fundort anzuzeigen.
  • Totverweiser
    Nach dem Auffinden des verendeten Wildes läuft der Hund zum Jäger zurück um ihn zur Fundstelle zu führen.
  • Trab (Trollen)
    Normale Gangart des Hundes.
  • Tricolor
    Dreifarbig. Meist schwarze Grundfarbe mit weißen und braunen Abzeichen.
  • Trimmen
    Entfernen abgestorbener Haare und scheren nachwachsender Haare um eine im Zuchtstandard idealisierte äußere Form des hundes zu erzielen.
  • Trocken
    Tiere mit eng anliegender Haut, unter der sich Muskeln und Knochen deutlich abzeichnen.
  • Tulpenohr
    Zugespitztes Stehohr.

U

  • Überbiß
    Die Schneidezähne des Oberkiefers ragen über die Schneidezähne des Unterkiefers hinaus.
  • Unterarm
    Der Unterarm besteht wie beim Menschen aus Elle und Speiche.
  • Unterkiefer
    Erwachsene Hunde habe 42, das Milchgebiß des Welpen meist 28 Zähne.
    siehe auch: Gebiß
  • Unterschenkel
    Zusammen mit der Pfote und dem Oberschenkel bildet er das Hinterbein,
  • Unterwolle
    Das dichte, weiche Fell unter dem Deckhaar. Das Unterfell ist die Wärmeisolation des Hundes gegenüber der Umwelt. Nicht das Deckhaar sondern ausschließlich die Beschaffenheit des Unterfells entscheidet in welchem Klima sich der Hund wohl fühlt. Hunde aus Ländern mit heißem Klima haben häufig kein, oder ein nur gering entwickeltes Unterfell.

V

  • VHV
    Vorarlberger Hundesportverbandskörperschaft (13 Vereine)
  • Vergessen
    Vergessen ist keine Folge ausbleibender Verstärker, sondern beruht ausschließlich auf dem Faktor der verstrichenen Zeit. Vergessen und Extinktion (Löschung) einer oder mehrerer Verhaltensweisen wird nicht nur alltäglich sondern auch im Schrifttum immer wieder gleichgesetzt.
  • Verlorensuche
    Suche des Hundes nach angeschossenen Wild.
  • Vieräugeln
    Helle Flecken über den Augen, die den Anschein doppelter Augen erwecken (zB. Entlebucher Sennenhund).
  • Vorbiß
    Der Unterkiefer ist länger als der Oberkiefer. Die Schneidezähne des Unterkiefers stehen deutlich vor den Schneidezähnen des Oberkiefers.
  • Vorderhand
    Schulter, Brust und Vorderläufe des Hundes
  • Vorstehen
    Der Hund steht dem aufgestöberten Wild reglos vor bis der Jäger herankommt (zB. Pointer, Vorstehhund)

W

  • Wadenbein
    Waden - und Schienbein bilden den Unterschenkel
  • Wasserfreudigkeit
    Bereitschaft des Hundes (auch bei niedrigen Temperaturen) ins Wasser zu gehen.
  • Welpe
    Der Hund in der Zeit von der Geburt bis zur vollendeten 16. Lebenswoche.
  • Wesensfest
    Ausgeglichener, selbstbewußter Hund mit hoher Reizschwelle.
  • Widerrist
    Höchster Punkt des Rückens oder der Schulter. von dort bis zum Boden wird die Größe eines Hundes gemessen.
  • Widerristhöhe
    Anderer Ausdruck für Schulterhöhe. Entfernung vom Boden zum Widerrist in gerader Linie.
  • Wirbelsäule
    Die Wirbelsäule des Hundes besteht aus: 7 Hals - , 13 Brust - , 7 Lenden - , 3 Kreuz - , und 20 - 23 Schwanzwirbeln.
  • Wolfkralle
    siehe: Afterklaue

X

  • derzeit keine Einträge

Y

  • derzeit keine Einträge

Z

  • Zahnformel
    Zahnformel der Hunde und Wölfe, insgesamt 42 Zähne.

    Oberkiefer: M2-M1-P4-P3-P2-P1-C-I-I-I-I-I-I-C-P1-P2-P3-P4-M1-M2
    Unterkiefer: M3-M2-M1-P4-P3-P2-P1-C-I-I-I-I-I-I-C-P1-P2-P3-P4-M1-M2-M3

    M = Molar (Backenzahn) P = Prämolar (Vorbackenzahn) C = Canini (Eck - oder Fangzahn)
    I = Incisivi (Schneidezahn)

    Bild Hundegebiss

 

 

 

Zum Vergrößern auf das Bild klicken

 

 

  • Zahnpflegespielezeug
    Spielzeug, welches sich ständig der Gebissform anpasst und nicht nur reinigend, sondern auch massierend wirkt.
  • Zahnsteinentferner
    Den Zahnrundungen eines Hundegbisses entsprechende Spatel mit denen Zahnstein fachgerecht entfernt werden kann.
  • Zangengebiss
    Schneidezähne des Oberkiefers befinden sich exakt über den Schneidezähnen des Unterkiefers.
  • Zentralnervensystem (ZNS)
    So wird der zentral im Körper gelegene Teil genannt, der die Mehrzahl der Neuronen und Synapsen enthält. Das ZNS koordiniert die Tätigkeit aller Organe, verarbeitet von den Sinneszellen ankommende Meldungen und steuert somit das gesamte Verhalten. Am höchsten entwickelt ist das ZNS bei Wirbeltieren (Gehirn und Rückenmark).
  • Zucht
    Der Versuch, Nachkommenschaft mit bestimmten äußeren und charakterlichen Eigenschaften durch gezielte Paarung ausgesuchter Elternteile zu erreichen.
  • Zuchtbuch
    Wird vom jeweiligen Zuchtbuchführer des Rasseclubs geführt und enthält alle Daten der eingetragenen Hunde. Das Zuchtbuch dient dem Nachweis der Reinrassigkeit der Nachkommen (Österreichisches Hundezuchtbuch = ÖHZB).
  • Zuchtstandard
    Festgeschriebene Zuchtziele um Nachkommen mit bestimmten Eigenschaften oder definiertem Erscheinungsbild zu erhalten.
  • Zuchttauglichkeitprüfung
    Zweck einer Zuchttauglichkeitsprüfung ist es, zuchtgeeignete Rassehunde zu bestimmen und unbrauchbare von der Zucht auszuschließen.


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ANATOMIE des HUNDES (Canidae)

 

  • Knochen/Gelenk
  • Extremitäten
  • Gebiß
  • Sinnesorgane
  • Weiblicher Genitaltrakt
  • Atmungsapparat
  • Männlicher Genitaltrakt
  • Organübersicht links
  • Haut/Epidermis
  • Organübersicht rechts
  • Lymphsystem
  • Muskulatur

 

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Anatomie
Fachspezifische Benennung

  1. Stop (Absatz zwischen Stirn und Nase )
  2. Fang (Maul, Schnauze mit Lefzen )
  3. Wamme ( Kehle , Kehlhaut)
  4. Schulter
  5. Ellenbogen Gelenk
  6. Vorderfuß
  7. Kruppe Hinterteil dort höchster Punkt
  8. Keule ( Oberschenkel und Hüftgelenk )
  9. Sprunggelenk (Hinterfußwurzelgelenk)
  10. Hinterfuß
  11. Widerrist höchster Punkt der Schulter
  12. Kniegelenk
  13. Läufe Beine mit( Pfoten )
  14. Rute ( Schwanz )

 

 

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Anatomie
Skelett


 

 

 

1. Unterkiefer

2. Oberschädel

3. Hinterhaupt

4. Halswirbelsäule (7)

5. Brustwirbel (13)

6. Lendenwirbel (7)

7. Kreuzbein (3)

8. Schwanzwirbel

9. Becken

10. Sitzbein

11. Oberschenkelbein

12. Kniegelenk

13. Wadenbein u. Schienbein

14. Fersenbein

15. Mittelfußknochen

16. Vorder- u. Hinterzehenknochen

17. Vordermittelfußknochen

18. Vorderfußwurzelknochen

19. Speiche u. Elle  

20. Ellenbogengelenk

21. Oberarmbein

22. Schultergelenk

23. Schulterblatt

24. Rippenbogen u. Brustbein 

25. Rippenknorpel

 

 

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